fördert den Jazz in Dortmund

Verein

PRO JAZZ
Verein zur Förderung zeitgenössischer Jazzmusik e.V.

S A T Z U N G

§ 1 – Name, Sitz, Geschäftsjahr

(1.1)    Der Verein führt den Namen „PRO JAZZ – Verein zur Förderung zeitgenössischer Jazzmusik- e.V.“
(1.2)    Der Verein wird in das Vereinsregister des Amtsgerichtes Dortmund eingetragen.
(1.3)    Der Verein hat seinen Sitz in Dortmund.
(1.4)    Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

§ 2 – Zweck, Aufgaben

(2.1)    Zweck des Vereins ist die Förderung der zeitgenössischen Jazzmusik und der damit verbundenen Rahmenbedingungen.
(2.2)    Der Verein erstrebt ein Zusammenwirken aller im Bereich des zeitgenössischen Jazz tätigen Kräfte in  Dortmund, sowie der Ruhrgebietsregion.
(2.3)    Der Verein wird den Satzungszweck insbesondere zu verwirklichen suchen durch:
(2.3.1)   Systematischer Ausbau der jazzspezifischen Infrastruktur.
(2.3.2)   Förderung, d.h. Koordination und Ausweitung der vorhandenen Initiativen und Aktivitäten in Dortmund.
(2.3.3)   Verbesserung der Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten heimischer Jazzmusiker.
(2.3.4)   Heranführung, insbesondere Jugendlicher, an die zeitgenössische Jazzmusik.
(2.3.5)   Verbesserung der Auftrittsmöglichkeiten, vor allem in Bezug auf Häufigkeit, Gagen und Aufführungsbedingungen.
(2.3.6)   Herausarbeitung von Entwicklungsperspektiven für Dortmund als ein regionales Zentrum für zeitgenössischen Jazz.
(2.3.7)   Überregionale Koordinierung und Förderung der vorhandenen Strukturen und Rahmenbedingungen des zeitgenössischen Jazz im Ruhrgebiet durch Aufnahme und Pflege von Beziehungen zu entsprechenden Initiativen außerhalb Dortmunds.

§ 3 – Gemeinnützigkeit, Vereinsmittel, Verwendung

(3.1)    Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnittes „steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabeordnung. Alle Mittel des Vereins sind für diese gemeinnützigen
Zwecke gebunden, insbesondere sind alle Einkünfte und Überschüsse restlos den gemeinnützigen Zwecken des Vereins zuzuführen.
(3.2)    Der Zweck des Vereins ist nicht auf einen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb gerichtet.
(3.3)    Die Mittel zur Durchführung des Vereinszwecks erhält der Verein aus Mitgliedsbeiträgen, Spenden und sonstigen Zuwendungen / Zuschüssen.
(3.4)    Zweckgebundene Zuschüsse der öffentlichen Hand, durch Spenden oder von Dritten dürfen nur für die angegebenen Zwecke Verwendung finden.
(3.5)    Es darf keine Person durch Verwaltungsausgaben, die den Zwecken des Vereins fremd sind oder durch unverhältnismäßige Vergütungen begünstigt werden.
(3.6)    Vereinsmitglieder können vom Verein beschäftigt werden. Honorare und Vergütungen von Mitarbeitern dürfen nur bis zur Höhe vergleichbarer Regelungen in öffentlichen Einrichtungen festgesetzt werden.
(3.7)    Vorstands- und Beiratsmitglieder können nicht Beschäftigte des Vereins sein.
(3.8)    Mitglieder haben nur dann Anspruch auf Ersatz ihrer Auslagen, wenn diese in Übereinstimmung mit den Beschlüssen des Vereins getätigt werden.

§ 4 – Mitgliedschaft

(4.1)    Mitglieder des Vereins können natürliche und juristische Personen werden, die bereit sind, die Ziele des Vereins zu fördern.
(4.2)    Die Mitgliederversammlung beschließt über die Aufnahme.
(4.3)    Die Mitgliedschaft wird beendet durch schriftliche Austrittserklärung, Tod des Mitglieds oder Ausschluß, wenn in grober Weise gegen die Interessen des Vereins verstoßen wurde.
Über den Ausschluß beschließt die Mitgliederversammlung.
Mit Beendigung der Mitgliedschaft erlöschen alle Ansprüche aus dem Mitgliedsverhältnis, unbeschadet des Anspruchs des Vereins auf rückständige Beiträge. Eine Rückgewähr von Beiträgen oder Spenden ist ausgeschlossen.
(4.4)    Über die Höhe der jährlichen Mitgliedsbeiträge beschließt die Mitgliederversammlung.

§ 5 – Fördermitgliedschaft

(5.1)    Fördermitglieder können natürliche und juristische Personen, sowie Personengemeinschaften werden, die den Verein finanziell bzw. ideell unterstützen. Sie haben das Antragsrecht in der Mitgliederversammlung, aber kein Stimmrecht. Sie können als Beisitzer in den erweiterten Vorstand, nicht aber in den engeren Vorstand gewählt werden.
(5.2)    Für die Aufnahme gelten die Bestimmungen des § 4 entsprechend.

§ 6 – Organe des Vereins

(6.1)    Organe des Vereins sind
1.  die Mitgliederversammlung
2.  der Vorstand
3.  die „Programmkommission“ als Arbeitsausschuss
4.  der Beirat
(6.2)    Zur Durchführung der Aufgaben des Vereins werden bei Bedarf Arbeitsgruppen gebildet. Jedes Mitglied hat das Recht, in jeder Arbeitsgruppe mitzuarbeiten. In den Arbeitsgruppen können auch Nichtmitglieder mitarbeiten. Die Mitgliederversammlung entscheidet über Bildung und Auflösung, die Programmkommission legt die Arbeitsaufgaben fest und bestimmt die Mitglieder der Arbeitsgruppen.

§ 7 – Mitgliederversammlung

(7.1)    Die Mitgliederversammlung ist das höchste Organ des Vereins.
Sie besteht aus allen Mitgliedern.

(7.2)    Die Mitgliederversammlung tritt mindestens zweimal im Jahr zusammen. Der Vorstand lädt dazu unter Bekanntgabe der Tagesordnung zwei Wochen vorher schriftlich ein.

(7.3)    Weitere Mitgliederversammlungen müssen einberufen werden, wenn der Vorstand sie für erforderlich hält oder mindestens 1/3 der Mitglieder des Vereins sie unter schriftlicher Angabe der gewünschten Verhandlungspunkte verlangt.

(7.4)    Stimmberechtigt sind alle Mitglieder des Vereins, soweit sie zum Zeitpunkt der Mitgliederversammlung ihren Mitgliedsbeitrag entrichtet haben.

(7.5)    Die Beschlüsse werden mit einfacher Stimmenmehrheit der anwesenden Stimmberechtigten gefaßt.
Satzungsänderungen und Entscheidungen über Aufnahme und Ausschluß eines Mitgliedes bedürfen der Zustimmung von 3/4 der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder.

(7.6)    Aufgaben der Mitgliederversammlung sind
1. Wahl des Vorstandes
2. Wahl von 2 Kassenprüfern auf die Dauer von 1 Jahr. Die Kassenprüfer haben das Recht, die Vereinskasse und die Buchführung  jederzeit zu überprüfen. Über die Prüfung der gesamten Buch- und Kassenprüfung des Amtsjahres haben sie der Mitgliederversammlung Bericht zu erstatten.
3. Entgegennahme des Jahres- und Kassenberichts (Tätigkeits- und Geschäftsbericht) des Vorstandes und des Prüfungsberichts der Kassenprüfer
4. Entlastung des Vorstandes
5. Genehmigung der Geschäftsordnung des Vorstandes
6. Berufung der Wahlmitglieder der Programmkommission
7. Beratung und Genehmigung des durch die Programmkommission  vorgelegten Arbeitsprogramms/Tätigkeitsplanes und Haushaltsplanes
8. Einrichtung und Auflösung von Arbeitsgruppen
9. Wahl der Beiratsmitglieder
10. Einstellung und Entlassung haupt- und nebenberuflicher Mitarbeiter des Vereins
11. Beschluß über Mitgliedsbeiträge
12. Beschlußfassung über Satzungsänderungen
13. Entscheidung über Aufnahme und Ausschluß eines Mitglieds
14. Beschlußfassung über die Auflösung des Vereins
15. Beschlüsse über Beteiligungen an weiteren Einrichtungen
16. Beschlüsse über den An- und Verkauf  bzw. die An- und Vermietung von Immobilien

(7.7)    Über die Beschlüsse der Mitgliederversammlungen ist ein schriftliches Protokoll zu führen. Der Protokollant ist zu Beginn der Versammlung zu wählen. Er unterzeichnet das Protokoll.

§ 8 – Vorstand

(8.1)     Der Vorstand besteht aus
- dem 1. Vorsitzenden
- zwei stellvertretenden Vorsitzenden
(8.2)    Ein Vorstandsmitglied wird von der Mitgliederversammlung zum Geschäftsführer bestellt und leitet die Programmkommission als Arbeitsausschuß. Ein weiteres Vorstandsmitglied wird zum Kassenverwalter bestellt.
(8.3)    Der Vorstand wird von der Mitgliederversammlung auf die Dauer von 1 Jahr gewählt und bleibt bis zur Neuwahl im Amt. Wiederwahl ist zulässig. Scheidet ein Vorstandsmitglied vorzeitig aus, ist innerhalb von
sechs Wochen für die verbleibende Amtperiode ein neues zu wählen.
(8.4)    Der Verein wird nach außen gemäß § 26 BGB durch den Vorsitzenden gemeinsam mit einem der beiden Stellvertreter oder von den beiden Stellvertretern gemeinschaftlich vertreten.
(8.5)    Der Vorstand führt die laufenden Geschäfte des Vereins und verwaltet das Vereinsvermögen. Ihm obliegt die organisatorische Leitung des Vereins und die Ausführung bzw. Überwachung der von der Mitgliederversammlung gefaßten Beschlüsse.
(8.6)    Der Vorstand gibt sich eine Geschäftsordnung, in der u.a. die Richtlinien für die Vergabe der Mittel und die Aufgabenverteilung festgelegt sind. Die Geschäftsordnung ist von der Mitgliederversammlung zu genehmigen.
(8.7)    Vorstandssitzungen finden mindestens einmal monatlich statt.

§ 9 – Programmkommision / Arbeitsausschuß

(9.1)    Der Programmkommision gehören als ständige Mitglieder
- der Geschäftsführer
- und der Kassenverwalter als Vorstandsmitglieder
- die haupt- und nebenberuflichen Mitarbeiter des Vereins
- die Sprecher der jeweiligen Arbeitsgruppen an.
(9.2)    Die Programmkommission erarbeitet zur Vorlage für die Mitgliederversammlung
1. ein Arbeitsprogramm / Tätigkeitsplan
2. einen Haushalts- und Finanzierungsplan
3. Empfehlungen zur Neueinstellung von haupt- nebenberuflichen Mitarbeitern
4. Grundsätze der Öffentlichkeitsarbeit und Werbung
(9.3)    Ferner obliegt ihr die Bewilligung und Zuteilung von Finanz- und Sachmitteln auf der Grundlage des Haushaltsplans.
(9.4)    Sie legt die Aufgabenverteilung der Arbeitsgruppen fest und beschließt über die Berufung ihrer Mitglieder.
(9.5)    Sie fördert den Erfahrungsaustausch zwischen den jeweiligen Arbeitsgruppen, sorgt für ständige Diskussion und Reflexion der Tätigkeiten des Vereins und regt Innovationen an.
(9.6)    Die Programmkommision tritt entsprechend dem Arbeitsanfall regelmäßig zusammen. Sie ist beschlußfähig, wenn mindestens die Hälfte ihrer Mitglieder anwesend sind. Die Beschlußfassung muß mit
Mehrheit erfolgen, andernfalls sind der Mitgliederversammlung die unterschiedlichen Auffassungen zur Entscheidung darzulegen.
(9.7)    Die Programmkommission ist der Mitgliederversammlung jederzeit auskunfts- und rechenschaftspflichtig.

§ 10 – Beirat

(10.1)    Die Mitgliederversammlung beruft Personen aus dem kulturellen und öffentlichen Leben, sowie Personen aus Wissenschaft und Gesellschaft zu Mitgliedern des Beirates. Die Mitgliedschaft im Verein ist Voraussetzung für eine Berufung in den Beirat.
(10.2)    Der Beirat hat beratende Funktionen und unterstützt den Verein durch
1. die Wahrnehmung repräsentativer Aufgaben
2. Erarbeitung von Möglichkeiten zusätzlicher finanzieller Förderung
3. Planung und Durchführung von Projekten, die den Vereinszwecken dienlich sind
4. Darstellung der Vereinszwecke gegenüber der Öffentlichkeit sowie für die Arbeit des Vereins wichtigen Institutionen
(10.3)    Der Beirat wird durch den Vorstand und die Programmkommission über die geplanten und laufenden Aktivitäten des Vereins unterrichtet.
(10.4)    Der Beirat tagt mindestens einmal im Jahr und wählt einen Sprecher. Zu den Sitzungen lädt der Sprecher in Absprache mit dem Vorstand und der Programmkommission ein. Die Sitzungen des Beirates sind öffentlich.
(10.5)    Mitglieder des Beirates scheiden aus diesem aus durch Austritt oder Tod sowie durch Abberufung durch die Mitgliederversammlung.

§ 11 – Haftung

Der Verein haftet nur mit seinem Vereinsvermögen.

§ 12 – Auflösung

(12.1)    Über die Auflösung des Vereins beschließt eine eigens zu diesem Zweck einberufenen außerordentliche Mitgliederversammlung. Sie ist nur beschlußfähig, wenn mehr als 2/3 der Mitglieder des Vereins anwesend sind. Für den Auflösungsbeschluß ist eine Mehrheit von 3/4 der erschienenen Mitglieder erforderlich.
(12.2)    Bei Auflösung oder Aufhebung des Vereins oder bei Wegfall seines bisherigen Zwecks fällt das Vereinsvermögen an den gemeinnützigen „Jazzclub domicil e.V.“, Dortmund, mit der Auflage, diese Mittel unmittelbar und außschließlich für gemeinnützige kulturelle Zwecke zu verwenden.
(12.3)    Beschlüsse über die zukünftige Verwendung des Vermögens dürfen erst nach Einwilligung des Finanzamtes ausgeführt werden.

§ 13 – Inkrafttreten

Die Satzung tritt am Tage ihrer Unterzeichnung in Kraft.

Dortmund, den 22.03.1991

Follow

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.